„Asylbewerber gut aufgehoben“

20. März 2015 | Integration und Migration

Abgeordnete Petersen und Westphal informieren sich über Erstaufnahmeeinrichtung/ Noch einige Baustellen vorhanden

Im Herbst 2014 hat die Bayerische Staatsregierung angeordnet, dass jeder der sieben bayerischen Regierungsbezirke eine Erstaufnahmeeinrichtung vorzuhalten hat. In diesen Einrichtungen werden Flüchtlinge medizinisch untersucht und offiziell registriert. Die unterfränkische Einrichtung wird auf dem Gelände der ehemaligen Ledward Barracks in Schweinfurt entstehen. Dort sollen ab Sommer 2015 Flüchtlinge untergebracht werden.

Wie das räumlich und logistisch geschehen soll, davon machten sich die SPD-Abgeordneten Kathi Petersen (Bayerischer Landtag) und Kerstin Westphal (Europaparlament) selber ein Bild. Begleitet von Vertretern der Regierung von Unterfranken, der Stadt Schweinfurt, der Polizei, der Diakonie und des Roten Kreuzes wurden sie durch die derzeit im Umbau befindlichen Gebäude geführt. Neben der eigentlichen Unterbringung für Asylbewerber müssen in kurzer Zeit Räume für Gesundheitsdienst, die Zentrale Ausländerbehörde, Sozialamt, Polizei und auch die Asylsozialberatung eingerichtet werden. Schließlich sollen ab dem 1. Juli 2015 bereits die ersten Menschen aufgenommen werden können.

So sehr von allen Seiten die Zusammenarbeit der beteiligten Behörden und auch die große Hilfsbereitschaft vieler BürgerInnen betont wurde, so wurde auch klar: Es sind noch einige Baustellen vorhanden – sowohl wörtlich als auch im übertragenen Sinne! Ob man planmäßig wirklich fertig werde, sei momentan absolut noch nicht klar, teilte Hans Schnabel (Konversionsbeauftragter Stadt Schweinfurt) mit. „Allein die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben braucht schon einiges an Zeit“. Hierzu gehört u.a. der Einbau von Blitzableitern und natürlich auch die Entsorgung von Giftstoffen.

Weiterhin müsse z.B. europaweit ein Caterer für die Küche ausgeschrieben werden, wie Thomas Weingart (Regierung von Unterfranken) erläuterte.

Probleme gebe es derzeit auch noch bei der Asylsozialberatung. Hier herrsche noch eine große Finanzierungslücke bei den Personal- und Sachkosten sowie Unklarheit im Bereich: „Wir brauchen klare Richtlinien, wen und vor allem wie viele Menschen wir einstellen können und wer sie bezahlt“, so Jochen Keßler-Rosa. „Nur mit Ehrenamtlichen werden wir das nicht leisten können“. Auch bei den Sachkosten brauche man mehr Unterstützung.

Diese ist auch bei der Kleiderkammer des Bayerischen Roten Kreuzes vonnöten. „Zwar haben wir viele Ehrenamtliche, die bei der Ausgabe der Kleidung helfen“, so Thomas Lindörfer (BRK-Kreisgeschäftsführer, „aber beim Sortieren und Einräumen sieht es leider schon ganz anders aus“. Man brauche für diese arbeitsintensive und zeitaufwändige Tätigkeit mindestens eine hauptamtliche Stelle.

Petersen und Westphal zeigten sich angesichts des Engagements aller Beteiligten beeindruckt und versprachen, sich entsprechend einzusetzen: „Was hier geleistet wird, um verfolgten Menschen zu helfen, ist wirklich bemerkenswert“, resümiert Westphal. „Wir konnten hier heute sehen, dass die Flüchtlinge richtig gut untergebracht sein werden“, freut sich Petersen.

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