„Dank für Hilfe bei ersten Schritten“

MdL Kathi Petersen Ehrenamtsempfang

12. Oktober 2015 | Sozialpolitik

SPD-Landtagsfraktion ehrt Freiwillige in der Flüchtlingshilfe in Bad Brückenau/ MdL Petersen und MdL Schmitt-Bussinger laden ein

Nach offiziellen Schätzungen sind derzeit mehr als 60 Mio. Menschen weltweit auf der Flucht. Rund 1 Mio. von ihnen werden wohl bis zum Ende des Jahres nach Deutschland gekommen sein. Vor Ort sind sie auf Hilfe angewiesen, die von staatlicher Seite kaum noch zu geben ist. Daher engagieren sich zahlreiche Menschen ehrenamtlich in der Flüchtlingshilfe: Sie geben Deutschkurse, helfen bei Behördengängen usw. Dies gilt auch für den Landkreis Bad Kissingen.

Um sich bei diesen einmal für ihren unermüdlichen Einsatz zu bedanken, hatte die SPD-Landtagsabgeordnete Kathi Petersen (Schweinfurt) im Namen der BayernSPD Landtagsfraktion zu einem Ehrenamtsempfang nach Bad Brückenau eingeladen. Knapp 60 Menschen hatten sich in der Georgi-Halle eingefunden, darunter auch die SPD-Bundestagsabgeordnete Sabine Dittmar (Maßbach), um sich über ihre entsprechenden Erfahrungen auszutauschen.

In ihrer Rede dankte die stellvertretende Vorsitzende der BayernSPD Landtagsfraktion Helga Schmitt-Bussinger (Schwabach) den Anwesenden für ihr Wirken: „Sie geben den Menschen das Gefühl, angekommen zu sein. Sie geben Rat und Tat und springen da ein, wo der Staat versagt. Vielen Dank, dass Sie Menschen, die schlimmstes erlebt haben, bei den ersten Schritten in Deutschland helfen“. Es dürfe keine Begrenzung des Asylrechts geben, Verfolgten müsse geholfen werden. Weiterhin sprach sich Schmitt-Bussinger für die Einführung einer Gesundheitskarte für Flüchtlinge sowie die Verabschiedung eines Einwanderungsgesetzes aus.

Ganz grundsätzlich bedürfe es in dieser Lage aber vor allem einer positiven Einstellung. „Diskussionen darüber, wie viele Menschen noch kommen, bringen uns nicht weiter“, so Schmitt-Bussinger. Sie ermunterte die Helfer dazu, weiter zu machen und sich nicht entmutigen zu lassen – auch, wenn es viel Kraft erfordere.

Bereits bei ihrer Begrüßung hatte Kathi Petersen darauf hingewiesen, dass die aktuelle Situation schwierig sei. Jedoch habe man nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs insgesamt 14 Mio. Flüchtlinge aufgenommen. „Und damals waren wir ein zerstörtes und armes Land. Heute sind wir ein reiches Land. Da soll diese Aufgabe nicht lösbar sein“? Es gelte nun, die Flüchtlingsursachen zu bekämpfen. Menschen kämen nicht wegen 140€ Taschengeld im Monat nach Deutschland, sondern weil sie zuhause bedroht und verfolgt würden. Zudem müsse sich wirtschaftlich einiges ändern. „Wir leben immer noch zu sehr auf Kosten von Menschen in Afrika und Asien, weil wir deren regionale Märkte zerstören“, so Petersen.

Wie gut sich Flüchtlinge in Deutschland einbringen, darauf wies Daniela Schad von der Caritas-Flüchtlingsberatung Bad Kissingen hin. „Es wird häufig übersehen, dass viele Schutzsuchende sich ebenfalls ehrenamtlich betätigen, indem sie beim Übersetzen helfen oder mit anderen Menschen Arztbesuche absolvieren“.

Der SPD-Ortsverein Bad Brückenau wurde von seinem Vorsitzenden Florian Wildenauer vertreten.

Nach dem offiziellen Teil unterhielten sich die Politikerinnen noch lange mit den Ehrenamtlichen und konnten so wertvolle Eindrücke und Hinweise mit nach München bzw. Berlin nehmen, wo „der Schuh drückt“.

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