Duale Ausbildung: Berufsschulen brauchen mehr Personal und bessere Ausstattung

12. November 2015 | Bildungspolitik

MdL Petersen: Statt neue Stellen zu schaffen, wird massenhaft Pflichtunterricht gestrichen

Die SPD-Landtagsfraktion fordert die Staatsregierung auf, das Personal an den bayerischen Berufsschulen massiv aufzustocken, und zwar nicht nur für die Versorgung der Flüchtlinge. Kathi Petersen (Schweinfurt), Mitglied im Ausschuss für Bildung und Kultus des Bayerischen Landtags, weist darauf hin, dass der Bildungsetat im aktuellen bayerischen Haushalt 11,2 Milliarden Euro beträgt. Davon sind aber lediglich 450 Millionen Euro für die Berufsschulen vorgesehen. "Das sind noch nicht einmal fünf Prozent! Die Staatsregierung behandelt die Berufsschulen wie ein ungeliebtes Stiefkind und klagt gleichzeitig über die mangelnde Anerkennung dieser Schulart in der Gesellschaft", kritisiert die SPD-Politikerin. "Die Überstunden, die allein in diesem Sommer an den bayerischen Berufsschulen geleistet wurden, entsprechen 359 Planstellen.

Statt neue Stellen zu schaffen, fällt massenhaft Unterricht aus. Deutschunterricht wird reduziert, Sportunterricht an vielen Berufsschulen einfach gestrichen, obwohl beides Pflichtfächer sind“!

Die Anforderungen an die Schülerinnen und Schüler seien in den letzten Jahren immens gestiegen, führt Petersen weiter aus: "Wir müssen auf diese veränderten Herausforderungen an den Berufsschulen reagieren. Wir brauchen mehr individuelle Förderung, kleinere Klassen und mehr Sozialarbeiter. Mein Appell an die Staatsregierung lautet: Machen Sie das duale Ausbildungssystem nicht nur in der Theorie zu einem Erfolgsmodell, sondern endlich auch in der Praxis“!

  • 30.06.2016, 09:00 Uhr
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