Einstellung gegenüber Demenz ändern

21. September 2015 | Gesundheitspolitik

MdL Petersen fordert anlässlich „Woche der Demenz“ zu mehr Verständnis im Umfeld von Demenzkranken auf

In Deutschland gibt es derzeit ca. 1,5 Mio. demenzkranke, davon ca. 1,2 Mio. an Alzheimer (schwere Form der Demenz) erkrankte Menschen. Rund 15.000 Menschen in Unterfranken leiden daran.

Verlieren die Betroffenen bei Demenz nach und nach ihr Gedächtnis, so können sie doch noch einigermaßen aktiv am Leben teilnehmen. Bei Alzheimer ist dies kaum noch möglich.

Dass diese Krankheiten für die Betroffenen schlimm sind, ist völlig klar. Häufig vergessen wird jedoch, dass Demenz und Alzheimer auch Auswirkungen auf das jeweilige Umfeld haben. Darauf weist die SPD-Landtagsabgeordnete Kathi Petersen (Schweinfurt) anlässlich des „Welt-Alzheimertags“ sowie der „Woche der Demenz“ hin.

„Als Gesellschaft brauchen wir einen neuen unverkrampfteren Umgang mit Demenz und den daran Erkrankten“, so Petersen, die Mitglied im Gesundheitsausschuss des Bayerischen Landtags ist.

Es gehe in die richtige Richtung, dass bei der Reform der Pflegestufen nun auch Demenz berücksichtigt werde. Hier müsse man sich an Schweden orientieren. Dort gibt es sogenannte „Demenz-Diagnose-Teams“, die aus Neurochirurgen, Ergotherapeuten, Psychologen und weiten Fachärzten bestehen. Wird die Diagnose „Demenz“ gestellt, greift ein Maßnahmenplan, der beispielsweise ein Gespräch mit den Demenzpflegern der Kommune und den Angehörigen beinhaltet. Der Waffenschein wird dem Demenzkranken entzogen, ebenso die Fahrerlaubnis. Dafür gibt es die Möglichkeit, staatlich subventionierte Taxen in Anspruch zu nehmen, um die Mobilität zu erhalten.

Grundsätzlich notwendig sei aber auch, dass es ausreichend Informationen und Beratungsstellen für Betroffene sowie deren Angehörige gebe. Diese finden sich häufig bei kommunalen Fachstellen oder auch bei Trägern wie Caritas oder Diakonie.

Wie bei vielen anderen Krankheiten auch, sei es zur Prävention wichtig, sich viel zu bewegen, sich gesund zu nähren und auf Alkohol und Nikotin zu verzichten.

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