SPD will Fluchtursachen vor Ort bekämpfen

01. Dezember 2015 | Entwicklungspolitik

Entwicklungspolitische Sprecherin Petersen: Bayern soll Krisenregionen partnerschaftlich unterstützen/ Mehr Gelder für Info über Eine-Welt-Arbeit

Die entwicklungspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Kathi Petersen, regt eine entwicklungspolitische Partnerschaft Bayerns mit einer Krisenregion im Nahen Osten an. "Wir könnten in den Herkunftsstaaten vieler Flüchtlinge mit dem gleichen Mitteleinsatz viel besser helfen als es in den Zufluchtsstaaten gelingt", erklärt Petersen vor dem Bericht der Staatsregierung über ihre entwicklungspolitischen Aktivitäten heute im Ausschuss für Bundes- und Europaangelegenheiten.

In einem aktuellen Antrag (17/8990), der heute dem Europa-Ausschuss zur Beratung vorliegt, fordert die SPD, zu prüfen, ob der Freistaat Bayern, Kommunen und Wirtschaftsunternehmen sowie Entwicklungsorganisationen in Krisenländern mit technischem Know-How und logistischer Hilfe unterstützen können - etwa bei der Wasserversorgung, der Müllabfuhr und in Schulausbildung.

Die SPD-Landtagsfraktion möchte auch die bayerische Bevölkerung über die Eine-Welt-Arbeit informieren und Entwicklungspolitik zu einer gesamtgesellschaftlichen Aufgabe machen. Bund und Länder finanzieren derzeit ein Promotorenprogramm, für die es in Bayern lediglich zwei Stellen gibt. "Jeder einzelne von uns kann dazu beitragen, Fluchtursachen zu bekämpfen. Doch darüber gibt es noch viel zu wenig Informationen in der Bevölkerung. Wir streben daher eine Verdopplung der bayerischen Mittel für die Promotorenarbeit von 40.000 auf 80.000 Euro an", argumentiert Petersen. (17/8323)

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