SPD bei ZTM

23. Mai 2018

Arbeitskreis Gesundheit der SPD-Landtagsfraktion zu Besuch in Bad Kissingen/ Thema: Digitalisierung in der medizinischen Versorgung

Telemedizin nimmt immer mehr zu. Vor allem in ländlichen Gebieten, wo die Zahl der niedergelassenen Ärzte sinkt.

Mit dem Zentrum für Telemedizin (ZTM) gibt es in Bad Kissingen einen Vorreiter auf diesem Gebiet. Davon konnten sich die SPD-Landtagsabgeordneten Kathi Petersen (Schweinfurt) und Ruth Waldmann (München), beide Mitglieder des Arbeitskreises Gesundheit und Pflege der BayernSPD Landtagsfraktion, bei einem Besuch überzeugen. Das ZTM besteht seit 2011, verfügt über 26 MitarbeiterInnen und versorgt letztlich über 250.000 Patienten jährlich. Begonnen hat man als Modell mit Projektförderung, seit 2017 gibt es eine institutionelle Förderung.

„Den menschlichen Kontakt zwischen Arzt und Patient kann und will die Telemedizin nicht ersetzen. Sie ist aber eine sehr sinnvolle Ergänzung“, so Petersen.

Wie sinnvoll, das machte Sebastian Dresbach deutlich. Zu Beginn seines Vortrags zeigte der Leiter des ZTM ein EKG, das die NASA bei der Mondlandung 1968 von ihren Astronauten gemacht hatte. Die Vitaldaten von Astronauten könne man in Bad Kissingen zwar noch nicht messen, aber man sei schon sehr weit.

In den letzten 50 Jahren habe sich in puncto Digitalisierung natürlich einiges getan. „Im ZTM sehen wir sie als Lösungsansatz für die Verbesserung der medizinischen Versorgung“, so Dresbach. Man arbeite an der Verbesserung der Patientenversorgung und am Aufbau von telemedizinischen Netzwerken.

Produkte, die man entwickelt habe und anbiete, seien neben Videokommunikation und technischen Assistenzsystemen die telemedizinische Voranmeldung durch den Notfall-Informations- und Dokumentations-Assistent (NIDA). Dies bedeute, dass Krankenhäuser aus den Krankenwägen heraus Informationen über Patienten, die eingeliefert würden, erhielten. So könnten sie sich entsprechend vorbereiten. Hierzu gehöre z.B. „TeleStroke“, das bei Schlaganfällen zum Einsatz komme.

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